Plan Incline Am Sonntag, den 27.09.2009, starteten wir zu unserem diesjährigen Vereinsausflug. Unsere Reiseleiter Tanja und Dieter hatten sich diesmal etwas Besonderes einfallen lassen, es ging in die Vogesen. Da das Eisenbahnnetz in Frankreich viel dünner ist als bei uns, blieb für die Anreise diesmal nur die "Gummi-Eisenbahn", sprich der Bus. Über die Autobahn und gut ausgebaute Straßen ging es zur ersten Station, dem Schiffsschrägaufzug "Plan Incliné", des Rhein-Marne-Kanals, bei Saint-Louis-Arzviller. Mit diesem Schrägaufzug - ein riesiger Stahlblechtrog, ähnlich einem zu groß geratenem Blumenkasten - werden Kanalschiffe mit einer Tragfähigkeit bis zu 350 t quer zum Hang auf einer Schrägebene 44 Meter den Berg hinauf oder hinab befördert. Das Ganze dauert mit Ein- und Ausschleusen 20 Minuten und ersetzt seit 1968 die ursprüngliche Schleusentreppe mit 17 Schleusen und einer Durchschleusungsdauer von 38 Stunden in der heutigen Zeit eine gewaltige Ersparnis. Auf einem Ausflugsboot erlebten wir die Abschleusung, ein Stück Fahrt auf dem so genannten Unterwasser und die anschließende Schleusung wieder den Berg hinauf. Im Anschluss galt es noch, die Maschinenanlage zu besichtigen. Zwei kleine Elektromotoren bewegen über 14 Seile den Schiffstrog und die Betongegengewichte von ca. 1200 t.
Weiter ging es am Oberwasser des Kanals entlang zu einem weiteren Höhepunkt. Auf einer Strecke von 3,8 km verschwindet der Kanal in einem Tunnel unter einem Höhenrücken der Vogesen. Gerne hätten wir herausbekommen, ob der Tunnel beleuchtet ist, aber leider ohne Erfolg. Die Durchfahrt wird automatisch über Ampeln an den Portalen geregelt. Zum Mittagessen waren wir im Hotel "de Cigannes" in Abreschwiller angemeldet....

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Train Abrschviller Jetzt folgte der absolute Höhepunkt: Die Fahrt mit der Waldeisenbahn von Abreschwiller. Im Lokschuppen stand schnaufend unser Zugpferd, eine C-gekuppelte-Feldbahnlok, gebaut 1940 bei der Lokfabrik Jung, mit 2-Achs-Tender. Diese setzte sich vor unsere offenen Sommerwagen und schon ging es gemütlich los, vorbei an einem riesigen Sägewerk, auf das 2 km Reststück der zwischen 1875 bis 1882 während des deutschen Kaiserreich gebauten Waldeisenbahn von einstmals 192 km Streckenlänge. Auf den Steilstücken schleuderte das Maschinchen mehrmals Ruß und Funken zu unserer aller Freude. Nach einem Aufenthalt an der Endstation "Grand Soldat" mit Besichtigung einer alten Plotzsägemühle, wie hier bei Bad Herrenalb, und Umsetzen der Lok ging es Tender voraus den Berg hinunter zum Ausgangspunkt. Hier konnte das noch mit viel Liebe aufgebaute kleine Eisenbahnmuseum besichtigt werden (einige Teile hätten wir noch gut gebrauchen können) oder eine Erfrischung eingenommen werden. Zu schnell ging der Tag zu Ende, wir bestiegen wieder unseren Bus und fuhren im hellen Nachmittagslicht durch die schöne Vogesenlandschaft nach Hause.

Text: U. Donath
Fotos: R. Baumann, P. Konrad, C. Rump, F. Steindl


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